Wer sich zum ersten Mal mit Laser-Haarentfernung beschäftigt, stösst schnell auf sehr unterschiedliche Angaben: drei Sitzungen, zehn Sitzungen, für immer haarfrei, wirkt bei jedem. Das meiste davon ist Werbung. Dieser Text beschreibt, was bei uns in Frankfurt tatsächlich passiert — und was Sie realistisch erwarten können.
Wie der Laser Haare entfernt
Der Diodenlaser sendet Licht einer bestimmten Wellenlänge aus, das vom Melanin im Haar aufgenommen wird — also vom Farbstoff, der dem Haar seine dunkle Farbe gibt. Das Licht wird in Wärme umgewandelt, und diese Wärme schädigt die Zellen, aus denen das Haar nachwächst. Die umliegende Haut bleibt dabei weitgehend unberührt, weil sie deutlich weniger Melanin enthält als das Haar.
Daraus folgt zweierlei. Erstens: Je grösser der Farbunterschied zwischen Haar und Haut, desto besser wirkt die Behandlung. Dunkle Haare auf heller Haut sind der Idealfall. Zweitens: Weisse, graue und die meisten roten Haare reagieren nicht, weil ihnen das Melanin fehlt, an dem das Licht ansetzen könnte. Das lässt sich mit keinem Gerät umgehen — auch nicht mit einem teureren.
Warum es mehrere Sitzungen braucht
Haare wachsen nicht alle gleichzeitig. Jedes Haar durchläuft einen Zyklus aus Wachstumsphase, Übergangsphase und Ruhephase. Nur in der Wachstumsphase sitzt das Haar fest in der Wurzel und enthält genug Melanin, damit der Laser überhaupt ansetzen kann. Je nach Körperregion befinden sich zu einem gegebenen Zeitpunkt etwa 15 bis 30 Prozent der Haare in dieser Phase.
Eine einzelne Sitzung erwischt also immer nur einen Teil. Deshalb wird in Abständen behandelt — so lange, bis jedes Haar einmal in seiner empfänglichen Phase erwischt wurde. In der Praxis sind das meist sechs bis zehn Sitzungen, bei hormonell beeinflussten Bereichen wie Gesicht oder Bauch auch mehr.
Abstände zwischen den Terminen
- Gesicht: alle vier bis sechs Wochen — hier wachsen Haare am schnellsten nach
- Achseln, Intimbereich: alle sechs bis acht Wochen
- Beine, Rücken: alle acht bis zwölf Wochen
Kürzere Abstände bringen nichts: Sind die Haare noch nicht wieder in der Wachstumsphase, läuft die Sitzung ins Leere. Wir stimmen die Termine deshalb auf die Region ab, nicht auf einen festen Kalendertakt.
Der Ablauf einer Behandlung
- Beratung und Hautanalyse. Vor der ersten Sitzung schauen wir uns Hauttyp, Haarfarbe und die Stelle an, um die es geht. Danach legen wir die Energiestufe fest — die ist bei jedem anders.
- Testfläche. Bei der ersten Sitzung behandeln wir zunächst ein kleines Areal und warten ab, wie die Haut reagiert.
- Die Behandlung selbst. Der Laserkopf wird über die Haut geführt, die Kühlung läuft dabei mit. Achseln dauern wenige Minuten, ganze Beine etwa eine Stunde.
- Nachsorge. Kühlendes Gel, danach ein paar Tage Sonnenschutz.
Tut das weh?
Die ehrliche Antwort: Es ist spürbar, aber die meisten beschreiben es als gut auszuhalten. Das Gefühl wird oft mit einem warmen Schnippen eines Gummibands verglichen. Moderne Diodenlaser kühlen die Hautoberfläche während der Behandlung, was den grössten Teil des unangenehmen Gefühls abfängt. Empfindlicher sind Bereiche mit dünner Haut über Knochen — Schienbein, Oberlippe, Intimbereich.
Im Vergleich zum Waxing empfinden die meisten unserer Kundinnen den Laser als deutlich angenehmer. Und anders als beim Waxing wird es von Sitzung zu Sitzung weniger, weil weniger Haare da sind.
Was Sie vorher beachten sollten
- Rasieren, nicht epilieren. Am Tag vor der Behandlung rasieren. Zupfen, Waxing und Epilieren entfernen die Wurzel — und genau die braucht der Laser als Ziel. Wer gewachst hat, sollte vier Wochen warten.
- Keine frische Bräune. Gebräunte Haut nimmt mehr Licht auf, das erhöht das Risiko für Reizungen. Zwei bis vier Wochen ohne Sonnenbank und ohne intensive Sonne.
- Kein Selbstbräuner in den zwei Wochen davor.
- Medikamente ansprechen. Manche Wirkstoffe — etwa bestimmte Antibiotika, Johanniskraut oder Aknemittel — machen die Haut lichtempfindlich. Bitte vorher erwähnen, dann verschieben wir lieber.
Wann eine Behandlung nicht möglich ist
In der Schwangerschaft und Stillzeit behandeln wir nicht. Ebenso nicht bei akuten Hauterkrankungen oder Entzündungen im betroffenen Bereich, bei frischen Tattoos an der Stelle oder bei bestimmten Vorerkrankungen. Was im Einzelfall gilt, klären wir im Beratungsgespräch — das ist kostenlos und unverbindlich.
Was es kostet
Der Preis hängt von der Grösse der Fläche ab. Kleine Zonen wie Oberlippe oder Achseln sind deutlich günstiger als große Flächen wie Beine oder Rücken. Weil mehrere Sitzungen nötig sind, rechnen sich in fast allen Fällen Pakete. Eine Übersicht finden Sie auf unserer Preisseite.
Häufige Fragen
Ist das Ergebnis wirklich dauerhaft?
Der fachlich korrekte Begriff ist dauerhafte Haarreduktion. Die behandelten Follikel wachsen nicht nach. Der Körper kann aber im Lauf der Jahre neue Haare bilden, besonders wenn sich der Hormonhaushalt ändert. Viele kommen deshalb ein- bis zweimal im Jahr zu einer Auffrischung — das ist dann eine einzelne kurze Sitzung, keine neue Serie.
Kann ich im Sommer behandeln lassen?
Ja, wenn Sie die behandelte Stelle vor Sonne schützen und nicht frisch gebräunt zur Sitzung kommen. Viele beginnen im Herbst, damit sie im Sommer fertig sind.
Wie schnell fallen die Haare aus?
Nicht sofort. In den ein bis drei Wochen nach der Sitzung schieben sich die behandelten Haare aus der Haut und fallen aus. In dieser Zeit sieht es aus, als würden sie nachwachsen — das täuscht.
Was, wenn ich zwischendurch Haare entfernen möchte?
Rasieren ist jederzeit erlaubt. Zupfen, Wachsen und Epilieren nicht, weil sonst beim nächsten Termin das Ziel fehlt.
Termin in Frankfurt
Wir nehmen uns für die Erstberatung Zeit, schauen uns die Stelle an und sagen Ihnen ehrlich, was zu erwarten ist — auch dann, wenn die Antwort lautet, dass sich der Aufwand bei Ihrer Haar- und Hautkombination nicht lohnt. Termin vereinbaren.