Die meisten Menschen ordnen ihre Haut nach Gefühl ein: eher trocken, eher fettig, empfindlich. Das ist ein brauchbarer Anfang, aber es führt oft in die Irre. Eine Haut, die sich den ganzen Tag spannt und trotzdem glänzt, ist meist nicht fettig, sondern trocken — und produziert Talg, weil ihr Feuchtigkeit fehlt. Wer sie dann mit austrocknenden Produkten behandelt, verstärkt das Problem.
Eine Hautanalyse ersetzt das Gefühl durch Messwerte.
Was gemessen wird
Feuchtigkeit
Wie viel Wasser die obersten Hautschichten halten. Niedrige Werte erklären Spannungsgefühl, feine Fältchen und eine matte, fahle Oberfläche — unabhängig davon, wie viel Talg die Haut produziert.
Talgproduktion
Gemessen an mehreren Stellen, weil sie sich im Gesicht deutlich unterscheidet. Erst aus Feuchtigkeit und Talg zusammen ergibt sich der tatsächliche Hautzustand.
Pigmentierung
Ungleichmässige Pigmentierung ist häufig die Folge von Sonne über Jahre, manchmal auch von Hormonen oder abgeheilten Entzündungen. Ein Teil davon ist mit blossem Auge noch nicht zu sehen — unter UV-Licht schon.
Poren und Struktur
Grösse und Verteilung der Poren, Oberflächenbeschaffenheit, Rötungen. Daraus lässt sich ablesen, ob eine Behandlung an der Oberfläche ansetzen sollte oder tiefer.
Lichtschäden
Der Wert, der am häufigsten überrascht. Unter UV-Licht zeigen sich Pigmentablagerungen, die an der Oberfläche noch nicht sichtbar sind — die aber in den kommenden Jahren sichtbar werden. Das ist unangenehm zu sehen und zugleich die nützlichste Information des ganzen Termins, weil sich hier noch etwas ändern lässt.
Wie der Termin abläuft
- Gespräch. Was stört Sie, was pflegen Sie bisher, welche Medikamente nehmen Sie, wie sieht Ihr Alltag aus? Manches erklärt sich schon hier.
- Reinigung. Gemessen wird auf sauberer Haut, sonst messen wir die Pflege mit statt die Haut.
- Messung. Mehrere Zonen, mehrere Werte, dazu Aufnahmen unter normalem und unter UV-Licht.
- Auswertung. Wir gehen die Werte gemeinsam durch. Sie bekommen sie mit, damit sich später vergleichen lässt.
- Empfehlung. Was sich mit Pflege erreichen lässt, was eine Behandlung braucht, und in welcher Reihenfolge.
Warum sich das lohnt, bevor man Produkte kauft
Hochwertige Pflege ist teuer, und die meisten Fehlkäufe entstehen, weil die Haut falsch eingeschätzt wurde. Ein Serum gegen Unreinheiten auf einer trockenen, gereizten Haut macht es schlimmer, nicht besser. Wer die Werte kennt, kauft gezielter — und meist weniger.
Wie oft ist sinnvoll?
Einmal zu Beginn, dann nach etwa drei Monaten zur Kontrolle. Feuchtigkeit und Talg reagieren innerhalb weniger Wochen auf eine veränderte Pflege, Pigmentierung braucht länger. Danach reicht ein Termin ein- bis zweimal im Jahr, am besten zum Wechsel zwischen Sommer- und Winterpflege.
Häufige Fragen
Muss ich ungeschminkt kommen?
Nicht unbedingt — wir reinigen vor der Messung ohnehin. Es geht schneller, wenn Sie ohne Make-up kommen.
Tut das weh?
Nein. Die Messung ist berührungsarm und dauert wenige Minuten.
Bekomme ich danach Produkte verkauft?
Sie bekommen eine Empfehlung, was Ihre Haut braucht. Ob Sie das bei uns kaufen oder woanders, ist Ihre Sache. Wenn die passende Pflege schon in Ihrem Bad steht, sagen wir Ihnen das auch.
Ist das dasselbe wie eine Hautarztuntersuchung?
Nein. Wir beurteilen den kosmetischen Zustand der Haut. Für die Kontrolle von Muttermalen und die Abklärung von Hauterkrankungen ist die Hautärztin zuständig — wenn uns etwas auffällt, sagen wir es Ihnen und empfehlen, das abklären zu lassen.
Termin vereinbaren
Die Hautanalyse ist der sinnvollste erste Termin, wenn Sie neu bei uns sind — jede weitere Behandlung baut darauf auf. Jetzt Termin buchen.